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Theater - Theaterfestival

 
2009 Play-Station 2009
2008 Play-Station 2008
2007 Play-Station 2007

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PLAY-STATION 2009

Ein Theaterfestival für junge Leute

19. Oktober bis 23. Oktober 2009

Play-Station V


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PLAY-STATION 2008

Ein Theaterfestival für junge Leute

27. Oktober bis 31. Oktober 2008

Play-Station IV
der Entwicklung einen Schritt voraus
die Zukunft des Spielbetriebs





Unter dem Motto Play-Station IV - Der Entwicklung einen Schritt voraus - die Zukunft des Spielbetriebs, startet am Montag den 27.10.2008 das Playstation-Theaterfestival.

Nun schon zum vierten Mal ist das ]pg[ Jugendzentrum Ausrichter dieses Kulturevent von, mit und für Jugendliche. Im Mittelpunkt des Festival-Programms stehen fünf Produktionen die von fünf Jugend-Ensembles zur Aufführung gebracht werden. In der Woche zeigen wir Theater der Spitzenklasse: Improvisationstheater mit den "Culturbanausen" und "den üblichen Verdächtigen", eine Lesung und gleich zwei neue Theaterstücke.

Der Erfolg der Theaterarbeit der Theatermafia führte in den letzten Jahren zu einem stetigen Anstieg in der Nachfrage. Diese Begeisterung ist auch beim Festival wieder spürbar. Bereits vor dem Beginn der öffentlichen Bewerbung sind die Hälfte der zu vergebenden Teilnehmerplätze bereits vergriffen.

Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, haben wir uns dazu entschlossen, dieses Jahr erstmals das Angebot von drei Theaterworkshops beim Festival auf vier zu erhöhen.

Das Angebot des Festivals richtet sich an interessierte Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren mit und ohne Theatervorerfahrung.

Die Idee ist es, junge Mensche zum gemeinsamen Spiel zusammen zu bringen. Weg von der Isolation der Spielkonsole Zuhause hin zu einem Erlebnis des gemeinsamen Spielbetriebs.

Spannung - Aktion - Emotion all das liefern wir frei Haus mit wenn die jugendlichen Darsteller die Bühne betreten.


Ablauf eines Festivaltages:
- ab 16 Uhr: Ankommen der Teilnehmer
- 16:30 - 18:30 Uhr Workshop
- anschließend gemeinsames Abendessen
- 20 Uhr Aufführungen
- anschließend offene Diskussion und Beisammen sein bis 22 Uhr
In den angebotenen Workshops wird über den Zeitraum von einer Woche gemeinsam gearbeitet. Hier gibt es die Möglichkeit für junge Leute, selber Theater zu spielen. Das heißt: Erkennen, was es bedeutet, Teil eines Chorischen Ensembles zu sein, die Möglichkeiten der Stimme und des eigenen Körpers zu entdecken, und zu probieren, wie es sich anfühlt, auf den Brettern zu stehen, die die Welt bedeuten. Geleitet werden die Workshops auch dieses Jahr wieder von profesionellen Theaterpädagogen und Regisseuren. Zum Abschuss des Festivals werden die Ergebnisse der Workshops dann am Freitag den 31.10.2008 auf der Bühne präsentiert.


Informationen zu den Workshops
Schauspieltraining
In den Workshops werden Auszüge eines Theaterstücks mit den Teilnehmern erarbeitet. Der Schwerpunkt wird hierbei auf die Rollenentwicklung und der szenischen Interpretation gelegt. Außerdem erhalten die Teilnehmer eine kurze Einführung ins Stimm- und Sprechtraining. Jeder Teilnehmer wird in der Festivalwoche eine Rolle entwickeln und diese gemeinsam mit den andern Workshopteilnehmern in kurzen Szenen darstellen. Während der Inszenierung werden die Teilnehmer miteinbezogen und sollen eigene Ideen einbringen und umsetzen.
Chorisches Arbeiten
Der Fokus liegt hier auf dem Ensembletraining: Das Spiel einer großen Gruppe auf der Bühne, Wach sein für alle und für sich selbst. Der Chor bewegt sich, spricht, zerfällt, redet durch Einzelstimmen, baut kleine Unterchöre, vereinigt sich wieder.
Wir werden möglichst viele Spielarten des Chores suchen und ausprobieren.


Samstag, 25.10.08 und Sonntag, 26.10.08
Noch vor dem Beginn der Festivalwoche präsentiert die erfolgreiche Mädchentheatergruppe "Theater Jurí" der Theatermafia ihre dritte und vorerst letzte Produktion.


Montag, 27. Oktober '08

16:00 h

Begrüßung der Festivalteilnehmer

 

16:30 h - 18:30 h

Workshops

 

anschließend

gemeinsames Abendessen

 

20:00 h

 

Rosenkrieg (Impro-Battle)
Culturbanausen vs die üblichen Verdächtigen

Inhalt: 5 4 3 2 1 .... LOS !! auf in die zweite Runde. Wieder sind beide Gruppen auf der Jagd nach der besten Szene, den meisten Punkten, dem Applaus des Publikums und der Entscheidung um den Gewinn der Rose - der Kampf kann beginnen.
Und wieder wissen Sie nicht, was Sie erwartet!
Denn die Zuschauer führen Regie und bestimmen mit ihren Vorgaben das Theatermenü. Dieses wird auf der Bühne prompt serviert: Action, Horror, Spannung, Tragik, Komik, Dramatik...

Leitung:
Olaf Herzog

anschließend

Offene Diskussionsrunde

 



Dienstag, 28. Oktober '08

16:30 h - 18:30 h

Workshops

 

anschließend

gemeinsames Abendessen

 

20:00 h

Sahne verdirbt den Geschmack
eine tödliche Einladung

Hanna ist auf dem Weg nach Hause, um ein letztes Mal ihre sterbende Mutter zu besuchen. Sie haben sich 26 Jahre nicht gesehen. Während der Fahrt denkt sie wieder an die Ereignisse von damals, und so ist sie wieder in dem kleinen Dorf ihrer Kindheit. Hanna ist wieder 15 Jahre alt und weiß mit ihrem Leben nichts anzufangen. Ihr Leben ist ereignislos bis Schwalbe auftaucht und zu ihrer Freundin wird. Alles verändert sich...
Ein Theaterstück über Freundschaft, Ideale und die Kraft der Entscheidungen. Skurrile Charaktere, eine Mutter, die vom Meer träumt und verhindern will, dass ihre Tochter so wird wie sie und ein Mädchen, dass einfach nur davon laufen will, aber auf einmal nicht mehr kann. Denn jetzt geht es um Mord!

Regie:
Andreas Striezel

anschließend

Offene Diskussionsrunde

 



Mittwoch, 29. Oktober '08

16:30 h - 18:30 h

Workshops

 

anschließend

gemeinsames Abendessen

 

20:00 h

 

Lesung
Äquivalenz der Sozialethik - Über die Oxidation einer Gesellschaft

Für seine dritte Lesung im Haus hat sich Goldberg diesmal Unterstützung geholt. In der Wahl seiner Themen aber bleibt er sich treu - wir dürfen gespannt sein.
Zwischen Sido und Goethe, zwischen Tokio und Senden, so lässt sich das neue Programm der "kosmopolitischen Lifestyle-Literaten" (Avantgarde Revue) wohl am besten beschreiben. Ebenso eloquent wie gnadenlos zerpflücken Goldberg und Goldberg den soziokulturellen Stammbaum einer Gesellschaft, die sich selbst nicht mehr verstehen will.
Hierbei werden sie vom lettischen Jazz-Pianisten Leif Viola musikalisch begleitet.

Regie:
Deborah Penton Goldberg &
Jan Kai
Goldberg

anschließend

Offene Diskussionsrunde

 



Donnerstag, 30. Oktober '08

16:30 h - 18:30 h

Workshops

 

anschließend

gemeinsames Abendessen

 

20:00 h

"Lebenslänglich!"
10 Urteile, 10 Verteidigungen, 10 Vorstellungen zu (über)leben

Die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein und Regenbogen, sie wird dich in die Knie zwingen und dir zeigen, wie du zu leben hast." Lebenslänglich wirst du abgestempelt: Looser oder Kämpfertyp.
Wenn du es zulässt!
Wer wird frei gesprochen und wer bekommt lebenslänglich? Mit dem Abschlussprojekt ihres Theaterpädagogik-Studiums zeigt Luisa Hausmann eine Stückcollage zum Thema Lebensantrieb, voller Bewegung, Bilder, Figuren und deren Geschichten.

Regie:
Luisa Hausmann

anschließend

Offene Diskussionsrunde

 



Freitag, 31. Oktober '08

16:30 h - 18:30 h

Workshops

 

anschließend

gemeinsames Abendessen

 

20:00 h

"Workshop-Präsentation"
Fünf Nachmittage haben die Teilnehmer in den Schauspiel - Workshops, an Monologen, Dialogen, kurzen Szenen und Improvisiertem gearbeitet. Die Ergebnisse sind an diesem Abend zu sehen: ein Potpourri aus den Breiten des Schauspiels...

Leitung:
Luisa Hausmann,
Inga Winkel,
Anne Keller &
Katharina Böhrke

anschließend

Offene Diskussionsrunde

 



Preise

Workshopteilnahme:

p.P.: 40  €
darin enthalten:5 x 2 Std. Workshop, Abendessen und Festival-Pass für alle Tage (Montag bis Freitag)

Eintritt:

Einzelvorstellung: 4  € / 3  € ermäßigt
3-Tage-Pass (drei Vorstellungen nach Wahl): 10  € / 7,50  € ermäßigt
Festivalpass (alle fünf Tage): 16 / 12  € ermäßigt


Die Macher

Jugendkulturarbeit spielt am ]pg[ Jugendzentrum eine wichtige Rolle und ist fester Bestandteil der Arbeit mit den jugendlichen Besuchern des Hauses.
Beleg dafür ist nicht nur das Playstation-Theaterfestival, welches in seiner Form einzigartig in der Münsteraner Jugendarbeit ist, gleiches gilt für zahlreiche andere Großveranstaltungen wie Konzerte oder die vom Haus jährlich angebotene Kreativwoche.
Mit der Etablierung der Theatermafia unter der Leitung des Theaterpädagogen Olaf Herzog am ]pg[ Jugendzentrum geht das Haus einen Schritt weiter, diesen Bereich der Kulturarbeit zu professionalisieren.

Zum Organisationsteam des Playstation-Theaterfestivals gehören:
- Andreas Lehr (Organisation und Akquise)
- Heike Sullus (Öffentlichkeitsarbeit)
- Olaf Herzog (Künstlerische Leitung)


Infos Anmeldung und Vorverkauf

phone: 0251/54036
mail: info@theatermafia.de
oder direkt im ]pg[ Jugendzentrum
Paul-Gerhardt-Haus
Friedrichstr. 10, 48145 Münster
www.pg-muenster.de



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Münstersche Zeitung, Donnerstag, 30.10.2008

Tödliches Geheimnis aus Kindertagen

Theater: "Sahne verdirbt den Geschmack"

Münster. 26 Jahre lange sind sie sich mehr oder weniger aus dem Weg gegangen. Schnelle Postkartengrüße zu Weihnachten oder Neujahr und kurze Telefonate, wenn eine von ihnen Geburtstag hatte. Jetzt erfährt Hanna, dass ihre Mutter im Sterben liegt. Sie packt ihre Koffer und macht auf den Weg zurück in das Dorf ihrer Kindheit. In Gedanken ist sie wieder 15 Jahre alt und lebt die Ereignisse, die damals zum Bruch geführt haben, noch einmal durch.

Vorlage von Mankell

"Sahne verdirbt den Geschmack - eine tödliche Einladung" nennt Regisseur Andreas Strietzel seine Inszenierung mit einem sechsköpfigen Ensemble junger Schauspieler. Das Stück ist nach einem Text von Henning Mankell entstanden und wurde am Dienstag mit großem Erfolg beim Theaterfestival Play-Station im Paul-Gerhardt-Haus aufgeführt.

Angestiftet von ihrer Freundin Schwalbe, heckt die junge Hanna allerlei Streiche aus, statt sich um die Schule zu kümmern. Sehr zum Leidwesen ihrer Mutter (Kirsten Sandmann), die sich als Kellnerin über Wasser hält und will, dass ihre Tochter es einmal besser hat. Als bei einem der Streiche die geistig behinderte Aurelia (Pia Schlickeiser) ums Leben kommt, wird Hanna vom Pferdehändler (Niels Pieper) erpresst. Sie klaut das Geld, das sich ihre Mutter mühsam zusammengespart hat, um eines Tages aus ihrem tristen Dasein ausbrechen zu können. Die Mutter entdeckt den Diebstahl zwar, sagt aber aus Enttäuschung nichts. Auch die Tochter findet vor Schuldgefühlen keine Worte.

Anja Rautenbach als Hanna und Rebecca Hannemann als Schwalbe spielen eine Teenagerfreundschaft durch, bei der anfangs ein gewisses Gleichgewicht herrscht. Doch immer mehr wird Schwalbe zur Dominierenden, zu der Hanna halb bewundernd, halb ängstlich aufschaut. Diese unheilvolle Entwicklung zeichnen die Darstellerinnen glaubhaft und mit viel Gespür für feine Nuancen nach. Auch das restliche Ensemble überzeugt durch sensibles und ausdruckstarkes Spiel.
Helmut Jasny

Ein Streich ist tödlich ausgegangen, und Hanna (Anja Rautenbach)
wird vom Pferdehändler (Niels Pieper) erpresst.
MZ.Foto Jasny



Münstersche Zeitung, Mittwoch, 29.10.2008

Klaus Pumpernickel backt kleine Brötchen

Theaterfestival "Play-Station" gestartet

Münster. Sie heißt Jaqueline Mettwurst, ist trotz ihrer zarten 14 Jahre bereits fertig ausgebildete Fleischereifachverkäuferin und hat keinen größeren Wunsch, als irgendwann einmal das Abitur nachzuholen. Ihr Partner ist 48, hört auf den bodenständigen Namen Klaus Pumpernickel und backt am liebsten kleine Brötchen. Im Tierheim haben die beiden ihr erstes Rendezvous. Hier sollen sie sich Hals über Kopf ineinander verlieben.

Käme ein Bühnenautor mit einer solchen Exposition an, man würde ihm das Manuskript um die Ohren hauen. Aber beim Impro-Battle "Rosenkrieg" im Paul-Gerhardt-Haus gelten andere Regeln. Hier bestimmt das Publikum, was gespielt wird. Und das ist für die gegeneinander antretenden Gruppen, die sich beide aus der von Olaf Herzog geleiteten "Theatermafia" rekrutieren, nicht immer einfach.

So müssen die Schauspieler der "Culturbanausen" versuchen, das von den "Üblichen Verdächtigen" vorgelegte Techtelmächtel zwischen Bäcker und Fleischereifachverkäuferin mit einer Romanze zwischen einer 62-jährigen Bibliothekarin und einem 23-jährigen Fischer namens Winnie Wal zu übertrumpfen. Was leider nicht ganz gelingt. Zumindest nicht aus Sicht der Jury, die einen Punkt weniger vergibt.

Tanzende Regenwürmer

Nach vier Runden mit tanzenden Regenwürmern, sprechenden Steinen und anderen Absonderlichkeiten geht es ins Finale. Offene Improvisation ist jetzt angesagt.



Zum Schreien: Szene aus dem "Rosenkrieg"
MZ-Foto Jasny

Einzige Vorgabe ist das Thema: Lohnsteuerjahresausgleich. "Die üblichen Verdächtigen" überzeugen mit einer graziösen Balletteinlage, während bei den "Culturbanausen" die Finanzkrise den Staat fest im Würgegriff hat. Obwohl die Jury für diesen aktuellen Bezug reichlich Punkte vergibt, reicht es für die "Culturbanausen" am Ende doch nur für einen zweiten Platz.

Das Impro-Battle "Rosenkrieg" bildet den Auftakt zum Theaterfestival Play-Station, das in diesem Jahr bereits zum vierten Mal stattfindet und noch bis Freitag dauert.

Helmut Jasny



Münstersche Zeitung, Samstag, 27.09.2008

Fort vom Bildschirm, ab auf die Bühne

Theaterfestival "Play-Station IV"

Münster. Das Jugendzentrum im Paul-Gerhardt-Haus (PG) ist seiner Zeit voraus. Ab 27. Oktober gibt es dort bereits die "Play-Station IV".Nanu? Weltweit ist doch erst die dritte Ausgabe der elektronischen Spielekonsole erschienen. Des Rätsels Lösung: "Play-Station" heißt das beliebte Theaterfestival im PG. Die Idee: Junge Menschen zum gemeinsamen Spiel auf die echte Bühne zu bringen - weg von der Isolation der Spielekonsole.

Mit Erfolg. Rund 500 Zuschauer kommen jährlich zu den selbst konzipierten und inszenierten Theaterstücken und den Workshops. Immer mehr junge Menschen engagieren sich auf der Bühne, opfern viel Freizeit. "Das ist schon toll, weil zwischen der ersten Konzeption und dem fertigen Stück immerhin sechs Monate harte Arbeit liegen", sagt Olaf Herzog, künstlerischer Leiter des PG. "Für viele ist die Theaterarbeit eine Art Lebensbewältigung", ergänzt Festivalorganisator Andreas Lehr. Nicht umsonst gibt es in der Sparte Improvisation die größte Nachfrage: "Gerade hat sich die dritte Gruppe gegründet. Ich könnte munter zwei weitere Gruppen einrichten, wenn wir dazu das Geld hätten", seufzt Herzog.

"Play-Station IV" geht vom 27. bis 31. Oktober über die Bühne. Den Anfang macht das Theater Jurí mit einer wilden Collage um Rollenbilder: Es geht um Frauen - Mann!" (25./26. Oktober). Voll wird es beim "Rosenkrieg" (27.10.), wenn die beiden Impro-Ensembles "Culturbanausen" und "Die üblichen Verdächtigen" gegeneinander antreten. Professionelle Theaterpädagogen und Regisseure laden zu Workshops ein: Mit Stimm- und Sprechtraining sowie Übungen zum "Chorischen Ensemble".

27. bis 31. Oktober, Paul-Gerhardt-Haus, Friedrichstraße 10, Telefon 0251/54036 www.pg-muenster.de



Westfälische Nachrichten, Freitag, 26.09.2008

Lebensschulung und Kultur für junge Menschen

"Play-Station IV": Theaterfestival im Paul-Gerhardt-Haus

-lim- Münster. Der Name des Angebots für Jugendliche lässt manche Mutter und manchen Vater sicher aufschrecken: "Play-Station IV". Das klingt verdächtig nach ewigem Gezocke vor der Spielkonsole. Doch im Paul-Gerhardt-Haus Jugendzentrum geht es um gänzlich anderes: Vom 27. bis 31. Oktober soll in Workshops ein Theaterstück erarbeitet werden, das am letzten Tag des Festivals aufgeführt wird. Fünf Tage Kultur also statt Computerballerei.

An den Abenden vor dem letzten Tag wird es Vorstellungen von bereits laufenden Theaterprojekten geben. Beispielsweise eine "Impro-Battle" oder das Stück "Es geht um Frauen, Mann!", eingeübt vom Ensemble des Paul-Gerhardt-Zentrums, der "Theatermafia". Und auch eine Lesung wird es geben.

"Bei unseren Theaterproduktionen geht es um die Vermittlung von Sozialkompetenzen", sagt Andreas Lehr vom Zentrum. Gleichzeitig, so der Sozialarbeiter weiter, handele es sich um Kulturarbeit für Jugendlcihe. Die meist 15 bis 21-Jährigen machen laut Lehr während des Workshops "eine enorme Entwicklung" durch: Gebe es zu Bebinn bei einigen Kommunikationsblockaden oder das Problem, "sich zu öffnen", würden die jungen Schauspieler mit der Zeit immer professioneller. "Mittlerweile gibt es sogar einstige Workshop-Teilnehmer, die nun selbst Theaterpädagogen sind oder an einer Schuspielsschule lernen", erzählt Theaterpädagoge Olaf Herzog. Es handele sich eben nicht um schlichtes Theaterspielen, sondern um eine "Lebensschulung".

Für die Workshops kann man sich vor Ort oder telefonisch unter 5 40 36 anmelden.

Die Organisatoren Andreas Lehr, Heike Sulla und Olaf Herzog (v.l.)
freuen sich auf ein spannendes Festival.


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PLAY-STATION 2007

Ein Theaterfestival für junge Leute

27. Oktober bis 02. November 2007



Beim dritten Theaterfestival für junge Leute mit diesmal sieben Theaterstücken von Jugendtheatergruppen wird zeitgemäße Jugendkultur auf die Bühne gebracht. Im Anschluß an jede Aufführung findet eine offene Diskussionsrunde mit den Darstellern, der Regie und interessierten Zuschauern statt.

Begleitend werden an den Nachmittagen drei Workshops mit den Schwerpunkten Schauspiel, Improvisationstheater und Stimm- und Sprechtraining für Darsteller und Interessierte angeboten.


Samstag, 27. Oktober '07 und
Sonntag, 28. Oktober '07

20:00 h

Tatverdächtige
Ein Theaterstück über Gewalt unter Jugendlichen
Im Stück werden Ursachen und Wirkungen von Gewalt gezeigt. Zentraler Spielort ist dabei die Schule als Ort der nicht immer konfliktfreien Begegnung.
Insbesondere werden Gewaltsituationen
von

  • - Jugendlichen untereinander
  • - Jugendlichen und ihren Eltern
  • - Jugendlichen und ihren Lehrern
zum Thema gemacht.

Regie:
Olaf Herzog

anschließend

Offene Diskussionsrunde

 



Montag, 29. Oktober '07

16:00 h

Begrüßung der Festivalteilnehmer

 

16:30 h - 18:30 h

Workshop: I. "Schauspiel"

Alban Renz

16:30 h - 18:30 h

Workshop: II. "Schauspiel"

Nelly Köster

16:30 h - 18:30 h

Workshop: III. "Schauspiel"

Luisa Hausmann

anschließend

gemeinsames Abendessen

 

20:00 h

Impro-Show
"Culturbanausen"

5 4 3 2 1 .... LOS !! Improvisationstheater ist, wenn man sich in einer Vorstellung befindet, ohne eine Vorstellung davon zu haben, was geschehen wird: weder das Publikum, noch die Darsteller wissen, was sie erwartet !
Die Zuschauer führen Regie und bestimmen mit ihren Vorgaben das Theatermenü. Dieses wird prompt serviert: Action, Horror, Spannung, Tragik, Komik, Dramatik ...

Leitung:
Olaf Herzog

anschließend

Offene Diskussionsrunde

 



Dienstag, 30. Oktober '07

16:30 h - 18:30 h

Workshops: I., II. und III. wie Montag

 

anschließend

gemeinsames Abendessen

 

20:00 h

Theater Jurí
"Herz-Schlag"

Im siebener Mädchenzelt auf einer Jugendfreizeit in Frankreich geht es rund: die unterschiedlichsten Mädchen treffen aufeinander und dann ist da auch noch Silke ... schnell stellt sich heraus, dass dies nicht konfliktfrei verlaufen wird.
Alle Texte sind in gemeinsamen Improvisationen entwickelt worden. Nach sechsmonatiger Arbeit konnte das Ergebnis erstmalig präsentiert werden.

Regie:
Olaf Herzog &
Janina Lehr

anschließend

Offene Diskussionsrunde

 



Mittwoch, 31. Oktober '07

16:30 h - 18:30 h

Workshops: I., II. und III. wie Montag

 

anschließend

gemeinsames Abendessen

 

20:00 h

Impro-Show
"Die üblichen Verdächtigen"

Die üblichen Verdächtigen haben sich mittlerweile ihren Namen als junge Impro-Gruppe in Münster einen Namen erspielt. Improvisationstheater auf höchstem Niveau schlagfertig und spontan, witzig bis traurig - man weiß nie, was einem im nächsten Augenblick geboten wird.
Das Publikum gibt dabei mit ihren Vorschlägen die Richtung vor und so wird jede Show ein einmaliges Vergrnügen. Das ist es, was Improvisationstheater so faszinierend macht.

Regie:
Olaf Herzog &
Janina Lehr

anschließend

Offene Diskussionsrunde

 



Donnerstag, 01. November '07

16:30 h - 18:30 h

Workshops: I., II. und III. wie Montag

 

anschließend

gemeinsames Abendessen

 

20:00 h

Theater Jurí
"Und jetzt ?"

Das zweite Stück des Theater Jurí Ensembles wurde in vielen Improvisationen und Schreibwerkstätten zum Thema Zukunft entwickelt. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der intensiven Rollenarbeit.
Und jetzt ? In Berlin treffen sieben junge Frauen in einer Jugendherberge aufeinander. Die unterschiedlichen Charaktere verbindet die Ungewissheit des Morgen und eine bedrückende Sprachlosigkeit.

Regie:
Olaf Herzog &
Janina Lehr

anschließend

Offene Diskussionsrunde

 



Freitag, 02. November '07

16:30 h - 18:30 h

Workshops: I., II. und III. wie Mittwoch

 

anschließend

gemeinsames Abendessen

 

20:00 h

"Workshoppräsentation"
Fünf Nachmittage haben die Teilnehmer in den Schauspiel - Workshops, an Monologen, Dialogen, kurzen Szenen und Improvisiertem gearbeitet. Die Ergebnisse sind an diesem Abend zu sehen: ein Potpourri aus den Breiten des Schauspiels...

Leitung:
Alban Renz,
Nelly Köster &
Luisa Hausmann

anschließend

Offene Diskussionsrunde

 



Preise

Workshopteilnahme:

5 x 2 Std. Workshop, Abendessen und Festival-Pass für alle Tage (Montag bis Freitag): p.P.: 40  €

Eintritt:

Einzelvorstellung: 4  € / 3  € ermäßigt
3-Tage-Pass (drei Vorstellungen nach Wahl): 10  € / 7,50  € ermäßigt
Festivalpass (alle fünf Tage): 18 / 14  € ermäßigt


Danksagung

Das Festivalteam dankt:
dem [ Förderverein ]pg[, der Play-Station-Crew, Thomas Hassels und den vielen ehrenamtlichen Helfern. Ein besonderer Dank geht dabei an Janina Lehr, die Mitbegründerin und Mutter des Play-Station-Festivals.



Münstersche Zeitung, Donnerstag, 01.11.2007

Vergiss die Play-Station, komm auf die Bühne!

Theaterfestival trainiert Jugendliche

Münster. Wild sprechen die Jugendlichen durcheinander, reihen Alltagserlebnisse aneinander. Plötzlich Stille. Dann liegen sie auf dem Teppich des Seminarraums im Paul-Gerhardt-Haus. Sie immitieren den Schlaf, drehen sich, schnarchen oder stöhnen leise, als hätten sie Alpträume.

Dieser Workschop von Luisa Hausmann ist einer von dreien, in dem 30 Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren in dieser Woche ihre Theaterfähigkeiten erforschen und ausbauen. Sie trainieren ihre Stimmen, entwickeln Geschichten oder arbeiten wie bei Hausmann an ihrer Bühnenpräsenz.

"Wir waren noch nie so ausgebucht wie in diesem Jahr", freut sich der Leiter des Theaterfestivals "Play-Station" Olaf Herzog über die dritte Auflage des Events. Auch die abendlichen Theateraufführungen sind ausverkauft. Der Titel Play-Station ist ironisch gemeint, weil immer mehr Jugendliche in ihrem Zimmer alleine am Computer spielen. "Wir wollen hin zum gemeinsamen Spielen", also raus aus der Isolation der

eigenen vier Wände, erläutert der Theater- pädagoge den Sinn des Festivals. Außerdem sei Theaterspielen auch Lebensschulung.

Selbstbewusster

Die 16-jährige Pia Schlickeiser kann das bestätigen. Sie nimmt bereits zum zweiten Mal teil, weil es ihr im letzten Jahr soviel Spaß gemacht hat. Sie stellt fest, dass durch das Theaterspielen ihr Selbstvertrauen gestiegen ist und sie leichter auf andere Menschen zugehen kann. "Außerdem finde ich es schön, auf der Bühne jemand anderes zu sein, besonders nach einem stressigen Tag in der Schule".

Am Freitagabend werden die Teilnehmer im Rahmen einer Aufführung ihre Ergebnisse dem Publikum präsentiern. Dann darf man sich von dem Talent der Jungdarsteller und ihren neugewonnen Fähigkeiten überzeugen.

Heiko Ostendorf



Westfälische Nachrichten: Dienstag, 30.10.07

Der Schwächste fliegt

"Tatverdächtige" eröffnet Theaterfestival "Play-Station"

Das Stück "Tatverdächtige" zeigte beim "Play-Station"-
Theaterfestival den knallharten Alltag.

Von Ole Cordsen

Münster. Balgen gehört zum Aufwachsen. Spielerisch Grenzen ausloten, seinen Platz finden und behaupten. Doch schnell sind Grenzen überschritten: Wenn sich die Ereignisse hochschaukeln, eine Eigendynamik entwickeln. Der anfängliche Spaß kippt. Welche unterschiedlichen Formen und Umstände von Konflikten und Gewalt Jugendliche in ihrem Alltag begegnen können, zeigt das Theaterstück "Tatverdächtige". Die Premiere eröffnete das "Play-Station"-Theaterfestival im Paul-Gerhardt-Haus.

"Tatverdächtige" greift in lose verbundenen Szenen typische Situationen von unterschiedlichen Jugendlichen auf - vor und hinter den Kulissen. Liebesfrust, Stress mit Eltern und Lehrern, Konflikte mit Mitschülern. Was weh tut, sind längst nicht nur Schläge. Mindestens so schmerzhaft können Hänseleien und Beleidigungen werden. Von Ausgrenzung und Spießrutenlaufen ganz zu schweigen. Gerade noch war es ein harmloses Necken wegen pickeliger Haut oder Klamotten, schon lacht die ganze Gruppe, wird zum Lynchmob und liefert sich einen munteren Überbietungs-Wettbewerb um den Thron des derbsten Sprücheklopfers...

"Wenn ich meinen Hintern aus dem Fenster halten würde und du dein Gesicht, könnte man glauben, wir seien Geschwister!" Brüller. "Wenn ich dein Gesicht hätte, würde ich sogar lachend in eine Kreissäge laufen." Alle gegen einen, kurzzeitig. Womöglich dauerhaft. Wer Schwächen zeigt, wird als schüchterne "Schwuchtel" gebrandmarkt und geschnitten.

"Tatverdächtige" zeigt Prolls und vermeintliche Feiglinge, Tussen und Mauerblümchen, das allein gelassene Schlüsselkind oder den Jungen, dem sein gleichgültiger Vater die Geburtstagsgrüße nur noch auf dem Anrufbeantworter hinterlässt. Schonungslos und prägnant, ohne zu überzeichnen oder bewerten.

In der Inszenierung von Olaf Herzog wurden große Tische rund um das kreisförmig sitzende Publikum zur Bühne. Von denen aus agierten die sieben jungen Schauspieler miteinander - voll Esprit, glaubhaft umd mit beklemmendem Witz, der das Lachen schnell im Halse stecken ließ. Wie nah die Szenen des Stückes der Erlebniswelt von Schülern sind, wurde in der anschließenden Diskussionsrunde mehrfach verdeutlicht, in der die Problemkreise des Stückes noch einmal gemeinsam erörtert wurden.

www.pg-muenster.de



Westfälische Nachrichten: Donnerstag, 25.10.07

Mit den "Tatverdächtigen" geht es los

Das große "Play-Station Festival" des
Jugendzentrums im Paul-Gerhardt-Haus

Diese jungen Theaterkünstler sehen nicht verdächtig aus.

Münster "Wenn ich sehe, dass im Publikum jemand den Atem anhält und ein bisschen Theater mit nach Hause nimmt, dann haben wir es geschafft." Sagt Johanna Wiesen, eine der jungen Schauspielerinnen des Ensembles "Theatermafia", das bereits zum dritten Mal zur großen Theaterwoche einlädt. Beim "Play-Station Festival" im Jugendzentrum im Paul-Gerhardt-Haus werden drei Theaterstücke und zwei Improvisationstheater-Shows präsentiert.

Eröffnet wird das Festival am Samstag und Sonntag jeweils um 20 Uhr mit der Premiere "Tatverdächtige", einem Stück über Gewalt unter Jugendlichen. An den folgenden Tagen wird die Mädchentheatergruppe "Jurí" mit "Herzschlag" und dem Theaterstück "und Jetzt!" ihre erfolgreichen Produktionen der letzten beiden Jahre noch einmal zeigen. An zwei Abenden werden die Impro-Gruppen "Die üblichen Verdächtigen" und die "Culturbanausen" einmalige Theaterabende gestalten (Einzelkarten vier Euro, ermäßigt drei Euro, es gibt auch einen Drei-Tage- und einen Festival-Pass).

Was muss ein guter Schauspieler mitbringen? Wovor hat er Angst? Alles darf gefragt werden: Im Anschluss an die Aufführungen laden die Theatermacher zum Gespräch ein. Wer testen will, ob auch ein Schauspieler in ihm steckt, kann an einem Schauspielworkshop teilnehmen.

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