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Theater - Projekte

 
2009 Neue Theaterguppe
2009 Lesung: "Ich küsse Russland"
2007/8 Tatverdächtige

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Neue Theatergruppe

sucht:

"Theaterspieler

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Lettura Bella

präsentiert:

"Ich küsse dich in Russland"

Eine szenische Lesung
für Volljährige


Greta, ein junges Mädchen, das von der Norm abweicht, entdeckt ihre Sexualität unter den wachen Augen ihrer Umwelt. "Willkommen, Greta, willkommen in der Welt."



Greta ist nicht normal. Genau genommen hat sie einen Dachschaden und schon von Kind an bekommt sie Medikamente. Die machen sie ruhig, töten aber jeden Funken Emotion und jedes Quäntchen Persönlichkeit in ihr. Ihr Mutter Sibille kann das nicht mehr mit ansehen und setzt gemeinsam mit Gretas Arzt die Medikamente ab. Schluss damit! Keine Pillen mehr, nie wieder.
Greta findet zurück zu sich, zu ihrer Umgebung. Sie lernt den älteren Handelsreisenden Lothar und seine etwas abseitigen Vorlieben kennen und lieben. Mit ihm entdeckt sie das "Ficken" und verliert die Lust an Gute-Nacht-Geschichten. Sie hat ihren eigenen Willen, sagt was sie denkt und wird für alle mehr und mehr zur Belastung. Während sie naiv und ehrlich eine für sie neue Welt entdeckt, versuchen die anderen diese hinter einer bigotten Fassade von Moral und Anpassungsbedürfnis zu verstecken. Ihre Familie und ihr Arzt, die Greta zunächst glücklich in ihr neues Leben entlassen, finden neue Fesseln, um Greta in ihre gewünschte "Normalität" zu zwingen...
ICH KüSSE DICH IN RUSSLAND, erzählt eine Geschichte von der Suche nach Normalität und Harmonie, die sich aber nur durch Selbsttäuschung und Verdrängung aufrecht erhalten lässt. Auf Kosten eines jungen Mädchens, dass eigentlich nur das macht, was sich alle wünschen würden...


Es lesen:

Greta

Leonie Wellmann

Gretas Mutter

Johanna Wiesen

Gretas Vater

Adrian Denner

Der Chef

Thomas Kluth

Die Frau

Leonie Rainer

Der Herr

Jan Siebenbrock

Der Arzt

Leonard Wordtmann


Es spielen:

Sophia Spöler

Violine

Benjamin Feldmann

Gitarre, Gesang

Hilke Steinkühler

Querflöte

Isabel Deseniß

Gesang, Stimme


Regie:
Inga Winkel


Freitag, 03.04.2009, 20:00 h und
Samstag, 04.04.2009, 20:00 h

Eintritt: 4 / 6 €

im ]pg[ Jugendzentrum
Friedrichstr. 10, 48145 Münster
Kartentelefon: (0251) 5 40 36


Lettura Bella dankt:
Janina Lehr (ohne dich ist es nicht das selbe)
Andreas Lehr, Karen Platte, Gert Herrera und
Gaby Ballmann
den Musikern
Benjamin Borges
Lukas
allen Aufbauhelfern
Olaf Herzog und dem Rest der Familie


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Unser Projekt 2007/8:

Tatverdächtige

Ein Theaterstück über Gewalt unter Jugendlichen

Gewalt hat immer eine Geschichte!
Alles nur Spaß - doch dann
entwickelt die Gewalt ihre ganz
eigene Dynamik und die
Gewaltspirale fängt an sich
immer schneller zu drehen...



Inhalt: Im Stück werden Ursachen und Wirkungen von Gewalt gezeigt. Zentraler Spielort ist dabei die Schule als Ort der nicht immer konfliktfreien Begegnung.

Insbesondere werden Gewalt-
situationen von

  • - Jugendlichen untereinander
  • - Jugendlichen und ihren Eltern
  • - Jugendlichen und ihren Lehrern
zum Thema gemacht.



Tatverdächtige - jetzt auch in Münster!
Vor einem halben Jahr haben wir begonnen, Tatverdächtige in Münster zu inszenieren. Ausgangspunkt war dabei die Arbeit mit Jugendlichen des ]pg[ Jugendzentrums.
Jetzt sind wir stolz, Ihnen Tatverdächtige auch in Münster anbieten zu können.


Es spielen:

Simone

Antje Hey



Jessica

Iza Lischewski

Ronny

Antonio Lehmann

Valentin

Philippe Wesberg

Max

Jan Siebenbrock

Olaf

Adrian Denner

Wera

Johanna Wiesen




Regie:
Olaf Herzog

Ein Stück der Steimel-Menschner-Projekte

Aufführungen:
Samstag, 27.10.2007, 20:00 h
Sonntag, 28.10.2007, 20:00 h

im ]pg[ Jugendzentrum
Friedrichstr. 10
48145 Münster



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Glocke, Freitag, 05.12.2008

Freiherr-von-Ketteler-Hauptschule

Schüler erleben Gewalt von der Theater-Mitte aus

Warendorf (gl). Es war schon eine ungewöhnliche Atmosphäre. Nicht die Schauspieler, sondern die Schülerinnen und Schüler der Freiherr-von-Ketteler-Hauptschule waren gestern der Mittelpunkt des Theaterstückes "Tatverdächtige".

Während die Schüler in der Mitte des Raumes saßen, stellten sich die sechs jungen Mimen der Münsteraner "Theatermafia" rundherum auf Schultische und warfen mit schmissigen Dialogen um sich.

Das Thema Gewalt an Schulen wurde in verschiedenen kurzen Szenen verdeutlicht. Ging es nun darum, einfach mal das Handy seines Kollegen "abzuzocken" oder eine derbe Prügelei darzustellen, das Sextett brachte sämtliche Szenen lebensnah rüber. Dazu gehörten auch Texte, die kein Blatt vor den Mund namen. Kraftausdrücke und sexistische Äußerungen in jugendtypischem Stil spiegelten zumindest teilweise die bittere Realität wieder.

Nicht nur die Schauspieler waren gestern ständig in Bewegung. Auch das Publikum musste immer präsent sein. Da die Schüler aufgrund ihrer Position in der Mitte immer mindestens zwei Darsteller im Rückenhatten, wurden Hälse verrenkt und Köpfe verdreht. Genau das war von der "Theatermafia" auch so gewollt, fühlte sich das Publikum doch so in der Handlung eingebunden.

Die drei weiblichen und drei männlichen Charaktere spiegelten das gesamte Schüler-Spektrum wieder. Ob es nun der coole Typ mit seiner zur Schau gestellten "Mir-kann-keiner-was"-Haltung, der ausgegrenzte Streber, der gemobbte Duckmäuser oder die sich ungerecht behandelt fühlende Zicke war. Jeder Einzelne beeindruckte als Solist ebenso wie das harmonische sechköpfige Ensemble insgesamt.

Das Theatersück "Tatverdächtige" beschäftigte die Von-Ketteler-Schüler gestern aber nicht nur während der Aufführung. Im Unterricht wurde es anschließend besprochen, diskutiert und szenenthematisch unter die Lupe genommen.
Christian Hveli

Das Ensemble "Theatermafia" aus Münster thematisierte Gewalt an Schulen an der Warendorfer Freiherr-von-Ketteler-Hauptschule, hier mit Johanna Wiesen und Antonio Lehmann.
Bild: Havelt


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Westfälische Nachrichten: Dienstag, 30.10.07

Der Schwächste fliegt

"Tatverdächtige" eröffnet Theaterfestival "Play-Station"

Das Stück "Tatverdächtige" zeigte beim "Play-Station"-
Theaterfestival den knallharten Alltag.

Von Ole Cordsen

Münster. Balgen gehört zum Aufwachsen. Spielerisch Grenzen ausloten, seinen Platz finden und behaupten. Doch schnell sind Grenzen überschritten: Wenn sich die Ereignisse hochschaukeln, eine Eigendynamik entwickeln. Der anfängliche Spaß kippt. Welche unterschiedlichen Formen und Umstände von Konflikten und Gewalt Jugendliche in ihrem Alltag begegnen können, zeigt das Theaterstück "Tatverdächtige". Die Premiere eröffnete das "Play-Station"-Theaterfestival im Paul-Gerhardt-Haus.

"Tatverdächtige" greift in lose verbundenen Szenen typische Situationen von unterschiedlichen Jugendlichen auf - vor und hinter den Kulissen. Liebesfrust, Stress mit Eltern und Lehrern, Konflikte mit Mitschülern. Was weh tut, sind längst nicht nur Schläge. Mindestens so schmerzhaft können Hänseleien und Beleidigungen werden. Von Ausgrenzung und Spießrutenlaufen ganz zu schweigen. Gerade noch war es ein harmloses Necken wegen pickeliger Haut oder Klamotten, schon lacht die ganze Gruppe, wird zum Lynchmob und liefert sich einen munteren Überbietungs-Wettbewerb um den Thron des derbsten Sprücheklopfers...

"Wenn ich meinen Hintern aus dem Fenster halten würde und du dein Gesicht, könnte man glauben, wir seien Geschwister!" Brüller. "Wenn ich dein Gesicht hätte, würde ich sogar lachend in eine Kreissäge laufen." Alle gegen einen, kurzzeitig. Womöglich dauerhaft. Wer Schwächen zeigt, wird als schüchterne "Schwuchtel" gebrandmarkt und geschnitten.

"Tatverdächtige" zeigt Prolls und vermeintliche Feiglinge, Tussen und Mauerblümchen, das allein gelassene Schlüsselkind oder den Jungen, dem sein gleichgültiger Vater die Geburtstagsgrüße nur noch auf dem Anrufbeantworter hinterlässt. Schonungslos und prägnant, ohne zu überzeichnen oder bewerten.

In der Inszenierung von Olaf Herzog wurden große Tische rund um das kreisförmig sitzende Publikum zur Bühne. Von denen aus agierten die sieben jungen Schauspieler miteinander - voll Esprit, glaubhaft umd mit beklemmendem Witz, der das Lachen schnell im Halse stecken ließ. Wie nah die Szenen des Stückes der Erlebniswelt von Schülern sind, wurde in der anschließenden Diskussionsrunde mehrfach verdeutlicht, in der die Problemkreise des Stückes noch einmal gemeinsam erörtert wurden.

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